Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Melis Feroglu (St.Ex)

Raum 1.08.0
Germanistisches Institut
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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06108 Halle (Saale)

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Kulturen der Aufklärung

Interdisziplinärer Masterstudiengang

Der Studiengang "Kulturen der Aufklärung" zeigt diverse Facetten eines epochalen Wandels, der einen großen Einfluss auf die Gegenwart hat.

Der Studiengang ist

  • interdisziplinär und verbindet 12 Fachperspektiven
  • praxisorientiert und ermöglicht ein Projektstudium in über 20 kooperierenden Kultureinrichtungen
  • im Winter- und im Sommersemester startklar

Wenn Ihr schon immer etwas über unseren Masterstudiengang "Kulturen der Aufklärung" (120 LP) wissen wolltet, schaut Euch das Video aus dem Channel der Uni Halle an. Hier erklären Prof. Dr. Daniel Fulda, Dr. Christiane Holm, Laurenz Balzarek und Hannah Uhlen alles rund um den Studiengang.

Warum Aufklärung studieren?

Warum wir die Aufklärung heute mehr denn je brauchen, erläutert die Autorin Angela Steidele. 2022 hat sie bei Suhrkamp den Roman "Aufklärung" veröffentlicht, der zwei Frauen ins Zentrum des Geschehens rückt. Wie der Roman zeigt, bietet ein Studium der „Kulturen der Aufklärung“ die Chance, die Freiheitsimpulse des „Jahrhunderts des Lichts“ für unsere Gegenwart aufzunehmen und kritisch weiterzuführen.

Allgemeine Informationen

AbschlussMaster of Arts (M.A.)
Umfang120 Leistungspunkten (LP/ETCS)
Regelstudienzeit4 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester
ZugangsvoraussetzungBewerbung

(weitere Informationen)

Charakteristik und Ziele

In der Epoche der Aufklärung entstanden die Konzepte und Kulturmuster der Moderne, die noch unsere Gegenwart und deren Debatten um die Zukunft des westlichen Gesellschaftsmodells in einer globalisierten Welt prägen. Indem die traditionellen Ordnungen des Handelns, Glaubens und Wissens ihre Selbstverständlichkeit verloren, öffneten sich neuartige Freiräume für die menschliche Welterkenntnis und Weltgestaltung. Seitdem gilt es als Aufgabe der Gesellschaft wie jedes einzelnen, selbst über sich und die eigene Zukunft zu entscheiden.

Der Master-Studiengang Kulturen der Aufklärung 120 LP lotet die verschiedenen Facetten dieses epochalen Wandels interdisziplinär und multiperspektivisch aus und legt dabei besonderes Gewicht sowohl auf den professionellen Umgang mit den jeweils fachspezifischen Methoden als auch auf die Erkundung praktischer Berufsfelder. Beteiligt sind die Fächer Philosophie, Theologie, Geschichte, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Romanistik, Anglistik, Germanistik, Slavistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Musikwissenschaft sowie Pädagogik.

Kulturen der Aufklärung 120 LP wurde vom Landesforschungsschwerpunkt Aufklärung – Religion – Wissen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konzipiert und ist am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), einer zentralen Einrichtung der Universität, angesiedelt. Er gehört zu den Studiengängen der Philosophischen Fakultät II, wird aber ebenso von Professorinnen und Professoren der Theologischen Fakultät sowie der Philosophischen Fakultäten I und III getragen.

Wofür qualifiziert der Studiengang?

Der Masterstudiengang „Kulturen der Aufklärung" ist ein forschungsorientierter Studiengang, der zugleich einen deutlich höheren Praxisanteil aufweist als die meisten anderen geisteswissenschaftlichen Studiengänge. Daher qualifiziert er sowohl für den Anschluss einer Promotion (z. B. in entsprechenden Stipendienprogrammen) als auch für eine Berufstätigkeit im Wissensmanagement, in Bildungs- und Kulturinstitutionen und in der Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Masterabschluss kann man sich zudem im Verlagswesen, in den Medien sowie für Traineeprogramme in Unternehmen bewerben.

Wer kulturell interessiert ist und eine Berufstätigkeit in einer Kulturstiftung oder im freien Bildungswesen anstrebt, dem vermittelt der Studiengang einen einzigartig breiten Überblick über eine der innovativsten Epochen der Kulturgeschichte und zudem Praxiserfahrungen in national und international bekannten Kulturinstitutionen.

Wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen möchte, der erlernt das wissenschaftliche Arbeiten an einem Forschungszentrum von internationalem Rang in direktem, persönlichem Kontakt mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten sowie renommierten in- und ausländischen Gästen.

Wer gesellschaftlich interessiert ist und eine Berufstätigkeit als Journalist anstrebt, dem vermittelt der Studiengang vertiefte Einsichten in die aufklärerischen Grundlagen unserer gesellschaftlichen Institutionen und Normen, nicht zuletzt in die Prägephase der modernen Öffentlichkeit und des öffentlichen Gebrauchs der Vernunft als Kritik.

Standortvorteil Halle

Die mitteldeutsche Region (Halle, Leipzig, Dessau, Weimar, Jena) war eine der produktivsten Landschaften der europäischen Aufklärung. Das ist heute noch spürbar in einer Vielzahl von Literatur- und Kunstmuseen, historischen Bibliotheken, Archiven, Kultur- und Naturdenkmälern.

Zu den Partnern für die Praxiselemente des Masterstudiengangs zählen unter anderem das Christian-Wolff-Haus    in Halle, die Franckeschen Stiftungen zu Halle   , die Meckelsche Sammlungen der MLU Halle-Wittenberg, das Gleimhaus Halberstadt   , die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz    mit dem Gartenreich, die Klassik Stiftung Weimar   , das Romantikerhaus Jena   , das Klopstockhaus Quedlinburg   , das Rochow-Museum Reckahn   , das Kleist-Museum Frankfurt Oder   , das Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt   , das Lessing-Museum Kamenz    und die Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel   .

Die Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen hat den Vorteil, dass sehr reichhaltige Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbestände ortsnah zur Verfügung stehen. Hervorzuheben sind auch die Forschungsbibliotheken der Franckeschen Stiftungen und des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), in denen umfangreiche historische Buchbestände oder internationale Forschungsliteratur freihand zugänglich sind.

Eine Besonderheit: das Praxismodul

Nach dem ersten Studienjahr ermöglicht die Praxisphase den Studierenden, innerhalb des breiten Angebots an kooperierenden Institutionen und deren aktuellen Programmen einen eigenen fachlichen Schwerpunkt zu setzen. Arbeitsschwerpunkte können einerseits die wissenschaftliche Beschäftigung mit Originalen und andererseits die Vermittlung von Forschungsergebnissen an ein breiteres Publikum sein.

Das besondere Profil dieses Moduls besteht darin, dass konzeptionelle und kulturpraktische Arbeit ineinandergreifen und bereits im Studium Berufsfelder erkundet werden können. Das Praxismodul ergänzt die textwissenschaftlichen Ansätze durch das forschende Lernen zur visuellen und materiellen Kultur und deren intermedialen Verflechtungen.

Auslandssemester

Mit zahlreichen europäischen Universitäten arbeiten die am Master beteiligten Fächer im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ zusammen, z. B. mit Bordeaux, Bologna, Sevilla, Newcastle, Sarajevo und Krakau. Dort können Studierende ein Auslandssemester verbringen.

Kontakt

Leitung: Prof. Dr. Daniel Fulda

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  
Franckeplatz 1, Haus 54
06110 Halle (Saale)


Studienberatung: Dr. Christiane Holm

Germanistisches Institut
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  
Ludwig-Wucherer-Str. 2, Zimmer 1.07
06108 Halle (Saale)


Koordination: Melis Feroglu, StEx

Germanistisches Institut
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  
Ludwig-Wucherer-Str. 2, Zimmer 1.08.0
06108 Halle (Saale)


Sekretariat: Yvonne Reinhardt

Germanistisches Institut
Ludwig-Wucherer-Straße 2, Zimmer 1.12.0
06108 Halle (Saale)
0345/ 55 23 594

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